Verdacht der Strafvereitelung durch deutsche Strafbehörden

Die “Financial Intelligence Unit” (FIU) des deutschen Zolls ist zwar noch jung, hat aber bereits mehrere Skandale erlebt. Heute findet der dezeit Größte statt.

Wie das Magazin “Der Spiegel” in seiner Online-Ausgabe berichtet, lässt die Staatsanwaltschaft Osnabrück seit heute Morgen gegen die FIU-Büros ermitteln. Es besteht der Verdacht der Behinderung der Justiz durch staatliche Behörden. Die FIU hat es Berichten zufolge versäumt, acht bekannte Verdachtsfälle ordnungsgemäß an die Strafverfolgungsbehörden weiterzuleiten.

Dies scheint jedoch nur die Spitze des Eisbergs zu sein. Die FIU ist dafür bekannt, dass sie Verfahren verzögert oder gar nicht weiter verfolgt. Es hat nun den Anschein, dass es nicht nur die oftmals beklagte Überforderung der Beamten ist, die dazu geführt haben, dass diese schlechte Arbeit geleistet haben.

Bislang sind nur etwa 1,7 Millionen Euro fälschliche Überweisungen in afrikanische Staaten bekannt. Angesichts der Nachlässigkeit, mit der die Behörde bisher gearbeitet hat, wird es in Zukunft höchstwahrscheinlich einige Millionen Euro mehr geben. Dies ist eine Situation, die allen deutschen Experten seit langem bekannt ist.