Fader Beigeschmack

Everything all right? Authorities are increasingly undertaking investigations in regard of food fraud. Photo by Dan Gold on Unsplash

Zwischen 2016 und 2019 wurden insgesamt 861 Meldungen über das EU-weite Meldesystem zu Lebensmittelfälschungen abgegeben – ein Anstieg der gemeldeten Fälle um 85 % im Vergleich zum Ausgangswert von 2016.

Die EU-Kommission hat den Jahresbericht 2019 des EU-Nahrungsmittelbetrugsnetzwerks und des Systems für Amtshilfe und Lebensmittelbetrug (AAC-AA und AAC-FF) veröffentlicht. Der Bericht hebt Beispiele von EU-koordinierten Fällen sowie Statistiken über Verdachtsfälle von Lebensmittelbetrug durch das System für Amtshilfe und Zusammenarbeit (das AAC-FF-System) hervor.

Die Zahl der Amtshilfeersuchen wegen des Verdachts auf Lebensmittelbetrug stieg von 234 im Jahr 2018 auf 292 im Jahr 2019. Der stetige Anstieg der Zahl der Amtshilfeersuchen im Rahmen des Lebensmittelbetrugsnetzes bestätigt, dass sich die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten in Europa über Jahre hinweg verstärkt hat. Viele Ermittlungen wurden erfolgreich abgeschlossen, mit Festnahmen und Beschlagnahme von Waren, die auf dem EU-Markt verboten sind.

Das EU-Lebensmittelbetrügernetz ist auch an der Operation OPSON beteiligt – einer gemeinsamen Initiative von Europol und Interpol, die auf den Handel mit gefälschten und minderwertigen Lebensmitteln und Getränken abzielt und von der von Europol koordinierten Koalition für die Bekämpfung von Straftaten an geistigem Eigentum und Interpol koordiniert wird.

Auf der Grundlage der Datenanalyse und ihrer eigenen Untersuchungslinien in Bezug auf den Betrug hat die Kommission im Jahr 2019 70 Anfragen in das System eingegeben und verschiedene Länder aufgefordert, die Anfragen zu untersuchen und weiterzuverfolgen. Die Kommission setzte auch die Koordinierung der Maßnahmen gegen illegale Praktiken fort, die insbesondere tierische Nebenprodukte, Thunfisch und den Europäischen Aal betreffen.

Source: EU